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Dresden hat gewählt: CAROLA 3.0.
Bei der offiziellen Bürgerbefragung carolaVOTE setzten 38 Prozent der Teilnehmenden den Entwurf von FHECOR und TSSB architekten auf Platz 1 – der stärkste Zuspruch im Feld der vier Entwürfe.
Das Ergebnis
Anteil der Teilnehmenden, die den jeweiligen Entwurf auf Platz 1 setzten. Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Pressekonferenz vom 7. August 2026.
vollständige Stimmen
Dazu rund 4.000 Teilnehmende, die die Befragung teilweise ausfüllten. Baubürgermeister Stephan Kühn nannte die Beteiligung „sensationell".
Prozentpunkte Vorsprung
38 % gegenüber 32 % für den Zweitplatzierten. Kühn sprach von einem „klaren Votum".
Themenfelder
Bewertet wurde in Städtebau & Architektur sowie Verkehr & Technik – nicht nach Optik allein.
Was das Votum bedeutet – und was nicht
Das Bürgervotum ist keine Entscheidung, sondern eine von zwei Grundlagen. Es fließt gemeinsam mit der Bewertung des Fachexpertengremiums in die Empfehlung des Begleitgremiums ein, das bis zum 18. August 2026 tagt. Die Entscheidung trifft der Dresdner Stadtrat am 3. September 2026.
Fair gesagt: Das Fachexpertengremium unter Leitung von Prof. Steffen Marx (TU Dresden) hatte im Juni den Entwurf von LAP und Knight Architects auf Rang 1 gesetzt, CAROLA 3.0 auf Rang 2 – und merkte kritisch an, die Bögen könnten neben der Altstadt zu dominant wirken. Beim Bürgervotum ist die Reihenfolge umgekehrt. Baubürgermeister Kühn erwartet deshalb, dass sich das Begleitgremium zwischen diesen beiden Entwürfen entscheiden wird.
Warum der Entwurf überzeugt hat
Wir können nicht für die 25.887 Teilnehmenden sprechen. Was wir sagen können, ist, was diesen Entwurf ausmacht – und was in der Debatte immer wieder genannt wurde:
- Die charakteristischen Bögen der historischen Carolabrücke, weitergeführt in die Gegenwart – die dritte Generation nach 1895 und 1971. Zum Entwurf
- Zehn Stadtbalkone über der Elbe – die Brücke wird zum Aufenthaltsort, nicht nur zur Querung. Mehr dazu
- Mit 32,50 m die schmalste der vier Varianten – rund 2,80 bis 4,25 m schmaler als die Mitbewerber. Die Zahlen
- Direkte Anbindung beider Elbufer für den Radverkehr, hinunter zu den Elbwiesen.
- Qualitätsräume unter der Brücke statt dunkler Zonen.
Sehen Sie selbst, wofür Dresden gestimmt hat.
Bilder, Pläne und vier Filme – vom Flug über die Bögen bis zum Bauablauf.