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Platz 1 im Bürgervotum: CAROLA 3.0.
Bei der offiziellen Bürgerbefragung carolaVOTE setzten 38 Prozent der Teilnehmenden den Entwurf von FHECOR und TSSB architekten auf Platz 1 – der stärkste Zuspruch im Feld der vier Entwürfe.
Das Ergebnis
Anteil der Teilnehmenden, die den jeweiligen Entwurf auf Platz 1 setzten. Quelle: Landeshauptstadt Dresden; Zitate von Baubürgermeister Stephan Kühn nach t-online.de, 7. August 2026.
Die Befragung in Zahlen
Was das Votum bedeutet – und was nicht
Das Bürgervotum war keine Entscheidung, sondern eine von drei Grundlagen. Es floss gemeinsam mit der Bewertung des Fachexpertengremiums in die Empfehlung des Begleitgremiums ein, das am 18. August 2026 getagt hat: Es empfahl dem Stadtrat mit 14 zu 12 Stimmen das Planungsteam LAP und Knight Architects, CAROLA 3.0 stand dort auf Rang 2. Bindend war auch das nicht. Der Dresdner Stadtrat folgte am 3. September 2026 dem Votum: 39 zu 31 Stimmen für CAROLA 3.0. Zur Meldung → · Die Empfehlung im Detail →
Das Fachexpertengremium unter Leitung von Prof. Steffen Marx (TU Dresden) hatte im Juni den Entwurf von LAP und Knight Architects auf Rang 1 gesetzt, CAROLA 3.0 auf Rang 2 – und merkte kritisch an, die Bögen könnten neben der Altstadt zu dominant wirken. Beim Bürgervotum war die Reihenfolge umgekehrt. Baubürgermeister Kühn hatte deshalb erwartet, dass sich das Begleitgremium zwischen diesen beiden Entwürfen entscheiden werde – so kam es: am 18. August mit 14 zu 12 Stimmen zugunsten von LAP.
Wie entschieden wurde →Warum der Entwurf überzeugt hat
Für die 25.887 Teilnehmenden lässt sich das nicht beantworten. Festhalten lässt sich, was diesen Entwurf ausmacht – und was in der Debatte immer wieder genannt wurde:
- Die charakteristischen Bögen der historischen Carolabrücke, weitergeführt in die Gegenwart – die dritte Generation nach 1895 und 1971. Zum Entwurf
- Zehn Stadtbalkone über der Elbe – die Brücke wird zum Aufenthaltsort, nicht nur zur Querung. Mehr dazu
- Mit 32,50 m die schmalste der vier Varianten – rund 2,80 bis 4,25 m schmaler als die drei anderen Entwürfe. Die Zahlen
- Direkte Anbindung beider Elbufer für den Radverkehr, hinunter zu den Elbwiesen.
- Qualitätsräume unter der Brücke statt dunkler Zonen.
Häufige Fragen zum Bürgervotum
Wer hat das Bürgervotum carolaVOTE gewonnen?
Der Entwurf CAROLA 3.0 der ARGE FHECOR Deutschland und TSSB. Er erreichte 38 Prozent und damit Platz 1, gefolgt von LAP und Knight Architects mit 32 Prozent, GRASSL und gmp Architekten mit 23 Prozent sowie Schüßler-Plan und DKFS mit 7 Prozent.
Wie viele Menschen haben bei carolaVOTE abgestimmt?
25.887 Personen füllten die Befragung vollständig aus, rund 4.000 weitere nahmen teilweise teil. Baubürgermeister Stephan Kühn nannte die Beteiligung „sensationell".
Hat das Bürgervotum entschieden, welche Brücke gebaut wird?
Nein. Das Ergebnis floss gemeinsam mit der Bewertung des Fachexpertengremiums in die Empfehlung des Begleitgremiums ein. Dieses empfahl am 18. August 2026 mit 14 zu 12 Stimmen das Planungsteam LAP und Knight Architects; CAROLA 3.0 stand dort auf Rang 2. Die Entscheidung traf der Dresdner Stadtrat am 3. September 2026, an keine dieser Stimmen gebunden: Mit 39 zu 31 Stimmen beauftragte er das Planungsteam FHECOR und TSSB architekten – im Einklang mit dem Bürgervotum. Zur Meldung →