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Zehn Stadtbalkone über der Elbe.
Der Entwurf CAROLA 3.0 von FHECOR und TSSB architekten hat die meisten Stadtbalkone aller vier Entwürfe für die neue Carolabrücke in Dresden. Sie machen aus der Querung einen Ort, an dem man bleibt.
Was ein Stadtbalkon ist
Ein Stadtbalkon ist eine Verbreiterung des Gehwegs, die über den Brückenrand hinaustritt – aus dem Verkehrsraum heraus, über das Wasser hinaus. Man steht dort ruhig, abseits von Rad- und Autoverkehr, mit freiem Blick. Auf der neuen Carolabrücke sind zehn davon vorgesehen, verteilt auf beide Seiten des Bauwerks.
Blick auf beide Seiten
Nach Westen die Altstadtsilhouette mit Frauenkirche, Hofkirche und Brühlscher Terrasse – nach Osten die Elbwiesen und Elbhänge.
Rhythmus für die Querung
Die Balkone folgen dem Takt der Bögen. Sie gliedern den Weg über die Brücke und geben ihm einen menschlichen Maßstab.
Platz zum Verweilen
Abgesetzt vom Verkehr entstehen Aufenthaltsflächen – für den Blick über die Elbe, für die Filmnächte, für eine Pause auf dem Weg.
Warum das den Unterschied macht
Eine Brücke ist im Regelfall Infrastruktur: Man überquert sie und ist wieder weg. Die historische Carolabrücke war mehr als das – sie war ein Ort im Stadtbild. Die Stadtbalkone knüpfen daran an, ohne die Brücke breiter zu machen: Sie kragen aus, statt die Fahrbahn aufzuweiten. Deshalb bleibt CAROLA 3.0 mit 32,5 m zugleich die schmalste der vier Varianten.
Ausblick von einem Stadtbalkon auf die Altstadt.
Die Stadtbalkone in Zahlen
| Anzahl | 10 Stadtbalkone, auf beide Brückenseiten verteilt |
| Lage | Auskragend über den Brückenrand, abseits von Fahrbahn und Radweg |
| Ausblick | Altstadtsilhouette, Elbwiesen, Elbhänge |
| Brückenbreite | 32,5 m – schmalste der vier Varianten, trotz der Balkone |
| Radverkehr | 2,5 m Radvorrangroute, unabhängig von den Aufenthaltsflächen |
Angaben zum Entwurf CAROLA 3.0 von FHECOR, TSSB architekten und UKL.
Die Balkone im Film.
Ein Flug über und unter den neuen Bögen – und über die Stadtbalkone hinweg.