CAROLABRÜCKE 3.0

Startseite › Die Entscheidung

Verfahren und Stand

Die Entscheidung.

Vier Planungsteams, ein Bürgervotum, zwei Gremien – und ein Stadtratsbeschluss am 3. September 2026. Hier steht, wer wann worüber entscheidet.

Der Stand in vier Sätzen

Vier Planungsteams haben im Mai 2026 Entwürfe eingereicht. Beide Fachgremien sehen LAP vorn und CAROLA 3.0 auf Rang 2 – das Expertengremium im Juni, das Begleitgremium am 18. August mit 14 zu 12 Stimmen. In der Bürgerbefragung carolaVOTE lag CAROLA 3.0 dagegen mit 38 % auf Platz 1.

Entschieden ist damit nichts: Der Dresdner Stadtrat beschließt am 3. September 2026 und ist an keine dieser Stimmen gebunden. Die Empfehlung des Begleitgremiums im Detail →

Worüber der Stadtrat abstimmt – und worüber nicht

Beschlossen wird am 3. September die Weiterbeauftragung eines Planungsteams, nicht die fertige Brücke. Grundlage ist die Vorlage V0339/25, mit der der Stadtrat am 19. Juni 2025 den Wiederaufbau als Ersatzneubau im Verfahren der Mehrfachbeauftragung beschlossen hat.

Wird entschiedenWelches der vier Planungsteams weiterplant – und damit, welcher Entwurf die Grundlage bildet.
Wird nicht entschiedenDie endgültige Gestalt der Brücke. Ob vier oder zwei Fahrspuren, wie die Straßenbahn liegt, wie die Ufer angebunden werden – das wird in der anschließenden Planungsstufe 2 festgelegt.
Nicht bindendWeder das Ergebnis der Bürgerbefragung noch die Empfehlung des Expertengremiums noch die des Begleitgremiums binden den Stadtrat rechtlich.

Die drei Stimmen im Vergleich

PlanungsteamBürgerbefragung
7. Aug.
Expertengremium
10. Juni
Begleitgremium
18. Aug.
FHECOR · TSSB (CAROLA 3.0)38 % – Platz 1Rang 2Rang 2 (12 Stimmen)
LAP · Knight Architects32 %Rang 1Rang 1 (14 Stimmen)
GRASSL · gmp23 %Rang 4Rang 3
Schüßler-Plan · DKFS7 %Rang 3Rang 4

Bürgerbefragung carolaVOTE: 25.887 Teilnehmende. Die Empfehlung des Begleitgremiums im Detail →

Die zwei Gremien – und warum sie oft verwechselt werden

fachlich

Expertengremium

Rein fachliches Gremium aus Architektur und Bauingenieurwesen, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx, Professor für Massivbau an der TU Dresden. Bewertete die Entwürfe und empfahl am 10. Juni 2026 einstimmig eine Rangfolge.

Der Vorsitzende weist der Empfehlung ausdrücklich orientierenden, nicht entscheidenden Charakter zu.

politisch

Begleitgremium

26 Personen. Oberbürgermeister, Baubeigeordneter, je ein Vertreter der neun Stadtratsfraktionen sowie Vertreter von Staatsministerium, IHK, Ingenieurkammer, Architektenkammer, Handwerkskammer, Handelsverband, ADAC, ADFC, VCD, Behindertenverbänden, BUND, NABU, Heimatschutz, Gesellschaft Historischer Neumarkt und IG Automobil.

Es erarbeitet die Beschlussempfehlung an den Stadtrat – auf Grundlage der Expertenbewertung und des Bürgervotums. Am 18. August 2026 sprach es sich mit 14 zu 12 Stimmen für LAP und Knight Architects aus. Zur Meldung →

Die Ausgangslage im Stadtrat

  • 33 nahe CAROLA 3.0 – CDU, AfD, Team Zastrow
  • 16 bei LAP/Knight – Grüne, SPD
  • 21 ohne Festlegung

Stand 26. August 2026, nur öffentlich belegte Positionen; Fraktionsbeschlüsse binden einzelne Stadträte nicht. Alle Belege in der Meldung →

Quellen: Landeshauptstadt Dresden, Pressemitteilungen vom 21. Mai, 10. Juni und 18. Dezember; Ratsinformationssystem, Vorlage V0339/25.

Der Weg zum 3. September

  • Empfehlung des Begleitgremiums

    14 zu 12 Stimmen für LAP und Knight Architects. Zugleich letzter Tag der Ausstellung im Stadtforum.

  • Sondersitzung der Stadtbezirksbeiräte

    17:30 Uhr, gemeinsame Sitzung Altstadt und Neustadt im Stadtforum.

  • Sondersitzung des Bauausschusses

    Fachliche Beratung vor der Ratssitzung.

  • Beauftragung Planungsstufe 2

    Das ausgewählte Team plant weiter.

  • Genehmigungsreifer Entwurf

    Vorstellung im Begleitgremium im Frühjahr 2027.

  • Vorgesehener Baubeginn

    Ausschreibung der Bauleistungen ab Oktober 2027.

Termine nach Angaben der Landeshauptstadt Dresden vom 19. August 2026. Der vollständige Zeitplan →

Häufige Fragen

Ist die Entscheidung endgültig?Für die Wahl des Planungsteams ja. Die Ausgestaltung der Brücke wird danach weiter geplant und in Teilen erneut dem Stadtrat vorgelegt.
Muss der Stadtrat dem Bürgervotum folgen?Nein. Die Bürgerbefragung war als Stimmungsbild angelegt, nicht als Bürgerentscheid.
Kann die Brücke noch schmaler werden?Bei CAROLA 3.0 bleibt die Gesamtbreite in allen vier durchgezeichneten Querschnitten bei 32,50 m. Was sich ändern kann, ist die Aufteilung darauf. Zu den Querschnitten →
Wie kommt man an die Elbwiesen?Die Anbindung beider Ufer ist Teil des Entwurfs und wird in der weiteren Planung konkretisiert. Zur Anbindung →
Weiterlesen

Wie sieht der Entwurf aus?

Bögen, Breite, Stadtbalkone, Anbindung – die Brücke in sieben Themen.

Die Geschichte der Carolabrücke