CAROLABRÜCKE 3.0

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Wer dahintersteht

Das Planungsteam hinter CAROLA 3.0.

Den Entwurf für die neue Carolabrücke erarbeitet eine Arbeitsgemeinschaft aus FHECOR (Tragwerksplanung) und TSSB architekten, unterstützt von drei Dresdner Büros – darunter UKL Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten für den Freiraum.

Stand: 4. August 2026

Die Rollenverteilung

Entwurf & Tragwerk

FHECOR

Verantwortet den Entwurf des Bauwerks. Internationales Ingenieurbüro für Tragwerksplanung mit Hauptsitz in Madrid und Standort in Berlin.

Architektur

TSSB architekten

Bringt die architektonische und städtebauliche Handschrift ein. Büros in Berlin, Dresden und Hamburg – das Dresdner Büro liegt in unmittelbarer Nähe zur Carolabrücke.

Freiraum

UKL Landschaftsarchitekten

Plant die Brückenköpfe, Uferbereiche und Freiräume. Seit 1996 in Dresden ansässig.

Die Landeshauptstadt Dresden führt als weitere Dresdner Partner im Team die IWB GmbH und Genest. Quelle: Pressemitteilung der Stadt Dresden vom 18. Dezember 2025.

Warum ein spanisch-deutsches Team?

Weil eine Elbquerung dieser Größe beides braucht: internationale Brückenbau-Erfahrung und ortskundige Architektur.

FHECOR hat Standorte in Madrid, Sevilla, Barcelona, Granada, A Coruña, Berlin, Montreal, Houston und Santiago und ist auf Brücken, Gebäudetragwerke und Industriebauwerke spezialisiert. Zu den ausgewiesenen Brückenprojekten zählen die Gordie Howe International Bridge über den Detroit River – eine Schrägseilbrücke mit 853 m Hauptspannweite –, die Signature Bridge in Miami, die New Pattullo Bridge in Kanada und der Cebu-Cordova Link Expressway auf den Philippinen. In Deutschland war FHECOR bereits 2021 am internationalen Verfahren für den Ersatzneubau der Berliner Mühlendammbrücke beteiligt.

TSSB architekten arbeitet mit über 30 Architektinnen und Architekten an drei Standorten und geht auf vier Studienfreunde zurück. Das Leistungsspektrum reicht von Architektur und Innenarchitektur über Generalplanung bis zum Städtebau. Der Dresden-Bezug ist kein Zufall: Das Büro unterhält seit Jahren ein Büro in der Wigardstraße – wenige Gehminuten von der Brücke entfernt – und hat in Dresden mehrfach Wettbewerbe gewonnen, unter anderem einstimmig den 1. Preis für den Neubau an der Bergmannstraße („Tor zu Striesen").

UKL ist seit 1996 in Dresden tätig, beschäftigt rund 30 Mitarbeitende in vier Teams und hat seither über 500 Projekte bearbeitet. Büroinhaber Ulrich Krüger war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der TU Dresden und stellvertretender künstlerisch-technischer Leiter der Bundesgartenschau Magdeburg.

Der Entwurf in Zahlen

Gesamtlänge372,1 m
Felder / Stützweitensechs Felder: 42 – 58 – 120 – 60 – 50 – 42,1 m
Regelbreite32,5 m – schmalster der vier Entwürfe
Breite an den Pfeilern36,45 m (mit den Aussichtsplattformen)
BauwerkstypMehrfeld-Bogenbrücke mit Gehwegen, integrierten Radwegen, Straßenbahnkorridor und Fahrbahnen
Bauzeit28 Monate

Quellen: FHECOR, Projektseite „Carolabrücke 3.0"; Landeshauptstadt Dresden, Kennwerte-Übersicht der vier Entwürfe.

Was das Team mit dem Entwurf will

Das offizielle Statement des Teams, von der Stadt Dresden veröffentlicht, beschreibt CAROLA 3.0 als Neuinterpretation der Bögen der Carolabrücke 1.0 in Verbindung mit der Leichtigkeit der Carolabrücke 2.0. Zur Motivation der Bewerbung erklärte das Team, die neue Carolabrücke solle mehr sein als eine Verkehrsverbindung – ein qualitätsvoller Erlebnisraum für die Dresdnerinnen und Dresdner.

Das von Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx (TU Dresden) geleitete Fachexpertengremium hat den Entwurf einstimmig auf Rang 2 gesetzt und bescheinigt ihm, er schreibe die Entwicklungsgeschichte der Carolabrücke „in hervorragender Weise" fort. Wie das Verfahren weitergeht →

TSSB architekten – ausgewählte Referenzen

Öffentlich dokumentierte Projekte des Büros, das die architektonische Handschrift von CAROLA 3.0 verantwortet:

Dresden

Taschenbergpalais · Behr'sche Villa · Haus Ludwig · Neubau Bergmannstraße („Tor zu Striesen", 1. Preis)

Berlin

Deutsches Technikmuseum · Robert Koch Forum · Hotel Provocateur

Weitere

Sir Nikolai Hotel Hamburg · Roomers Hotel München

Das Wohnhaus „Haus Ludwig" in Dresden wurde von BauNetz, dem größten deutschsprachigen Online-Architekturmagazin, unter dem Titel „Asymmetrie in Holz" besprochen. Gesellschafter des Büros sind Jan Tröber, Stefan Skorupa, Michael Seeger und David Berner; Jan Tröber ist seit Januar 2025 Mitglied im Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA).

Der Entwurf

CAROLA 3.0 ansehen.

Bögen, Stadtbalkone, die schmalste Breite aller vier Entwürfe – in Bildern, Plänen und Filmen.