CAROLA 3.0

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TSSB antwortet auf die Kritik am Entwurf.

Drei Tage vor der Entscheidung ist der Ton im Verfahren schärfer geworden. Jan Tröber von TSSB architekten hat sich zu den Einwänden geäußert – und dabei die Vorzüge von CAROLA 3.0 in Zahlen gefasst.

Vier Argumente aus dem Planungsteam

Breite

Die schmalste – mit vier Spuren

CAROLA 3.0 bietet vier Fahrspuren und ist mit 32,50 m dennoch der schmalste der vier Entwürfe – bis zu 4,25 m schmaler als die Konkurrenz. Weniger Fläche heißt nach Angaben des Teams weniger Baukosten und dauerhaft weniger Wartung.

Flexibilität

Heute vier Spuren, später zwei

Wer die Brücke heute mit vier Spuren baue, könne sie später mit zwei nutzen – ohne das Tragwerk umzubauen. Die Spurdebatte muss damit nicht vor dem Baubeginn entschieden werden.

Radverkehr

Die meisten Fahrbeziehungen

Der ADFC bescheinigt dem Entwurf nach Angaben des Teams die meisten Fahrbeziehungen. Was das für die Radwege heißt →

Elbwiesen

Zugang auf beiden Seiten

Nach Darstellung des Teams ist es der einzige Entwurf, über den man auf beiden Elbseiten bequem zu den Elbwiesen kommt. Zur Anbindung →

Angaben von Jan Tröber, wiedergegeben nach DieSachsen.de vom 29. August 2026.

Zur Kritik an Änderungen

Mitbewerber hatten vor Anpassungen an den Entwürfen gewarnt. Tröber weist darauf hin, dass die eingereichten Arbeiten Vorplanungen und keine fertigen Baupläne sind – Optimierungen seien in dieser Phase ein normaler Schritt und keine Umplanung, sondern die Fortschreibung der Planung.

Für den Fall, dass der Stadtrat es wünscht, hat das Team nach eigenen Angaben bereits eine Variante mit einem Pfeilerpaar weniger geprüft. Sie bleibe im Kern dieselbe Brücke, weil ein programmiertes Planungsmodell Anpassungen schnell möglich mache.

Zur fachlichen Bewertung verweist Tröber darauf, dass sein Entwurf knapp hinter dem Erstplatzierten lag.

Was sonst noch läuft

Das Verfahren beschäftigt inzwischen auch die Vergabestelle: GRASSL hat eine vergaberechtliche Rüge eingereicht und will zwei Teams vom Verfahren ausgeschlossen sehen – darunter FHECOR/TSSB. LAP hat seinerseits eine Rüge zu Ablaufproblemen eingereicht. FHECOR und TSSB erklären, die von GRASSL genannten Punkte seien längst geprüft worden; die Stadt rechnet nicht mit einem Ausschluss vor der Abstimmung.

Zusätzlich liegt ein Ersatzantrag der PVP-Kooperation (Piraten, Volt und PARTEI, zusammen 4 Sitze) vor: eine Brücke allein für Straßenbahn-, Rad- und Fußverkehr, ohne Autospuren.

Diese Seite wird von ZARLO Systems im Auftrag von TSSB architekten betrieben. Aussagen der Mitbewerber geben wir wieder, wie sie berichtet wurden.

Nächster Schritt

Am 3. September stimmt der Stadtrat ab.

Vorher tagen die Stadtbezirksbeiräte Altstadt und Neustadt am 1. September und der Bauausschuss am 2. September.

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